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Fossilien suchen und bergen

Tauchen Sie mit uns zusammen ins Kreide-Meer und dem Campan von Hannover. Gemeinsam sammeln und bergen wir Fossilien wie Schwämme, Muscheln, Seeigel und noch vieles mehr. Alle Funde können selbstverständlich mit nach Hause von Ihnen genommen werden. Suchen Sie da, wo auch die Paläontologen des Landesmuseums auf die Suche gehen.

OutdoorHannover bietet Ihnen in einer Gruppe Zugang zu einer Mergelgrube in Hannover Anderten im Lohweg auf unserem Gelände . Sie können nach Fossilen suchen, diese bergen und mit nach Hause nehmen. Sie benötigen festes Schuhwerk und Bergungsmaterial wie Hammer und Stichel. Toben Sie sich einmal richtig mit dem Hammer aus und finden dabei noch spannende Versteinerungen, die Sie ewig an die Stunden erinnern lassen.

Ihnen werden gute Bergungsstellen und Fund-Muster gezeigt. In diesem Bereich können Sie sich dann bewegen und eigenständig auf die Suche gehen. Die erbeuteten und gefundenen Fossilien können Sie selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Sie bekommen noch Tipps zum vorgehen beim präparieren und gemeinsam verlassen wir mit vollen Taschen das Gelände.

Hannover/Misburg - Fenster zur Oberkreide

Die Gruben der Heidelberg Cement AG in Misburg/Hannover gehören zu den klassischen Fundorten der Oberkreide Norddeutschlands und sind seit Jahrzehnten Anlaufstelle für viele Sammler aus nah und fern.

Geologie
Aufgeschlossen waren seit den Anfängen der Gruben ein über 400 m mächtiges Profil von Cenoman bis Obercampan, dessen ältere Schichten in den alten Gruben liegen, die schon lange nicht mehr zugänglich sind.
Es handelt sich bei den marinen Ablagerungen um Mergelkalke in Wechsellagerung mit Kalkmergelbänken.
Diese unterscheiden sich durch ihren Kalkgehalt ( CaCO3 ) und ihre Härte,
allgemein kann man sagen, je höher der Kalkanteil, umso härter das Gestein.
Das Gestein wird eingeteilt in Kalkstein, Mergelkalk, Kalkmergel und Mergel
( Mischverhältnis Kalk-Ton ).

Fundmöglichkeiten
Als Sammeltipp vorweg, die besten Funde lassen sich in bereits angewittertem Gestein machen, weil sich das Fossil hier am besten vom Gestein löst, frische größere Brocken lieber liegen lassen, bis sie sich besser spalten lassen.
Eine Durchsicht des neu abgebauten Bereiches nach offenliegenden Fossilien gehört natürlich ebenso dazu.

Ammonoidea
Bei den Ammoniten setzt sich z.B. die in der Unterkreide begonnene Entwicklung zu stark entrollten sog. heteromorphen Ammoniten fort, es bilden sich weitere Scaphitenarten, die teilweise über 10 cm groß werden, anfängliche Formen dieser
Ammonitengattung in Cenoman und Turon erreichten im Maximum lediglich 2,5-3cm
und eine Entwicklung zu Größenwuchs ist feststellbar (etwa der bisher größte bekannte Ammonit - Pachydiscus seppenradensis mit ca. 2,5 m Durchmesser ).
Scaphiten-Arten, die auch am häufigsten gefunden werden.
In der minor/polyplocus-Zone können mit Sicherheit drei Scaphitenarten nachgewiesen werden.

Brachiopoda
Armfüsser werden oft gefunden und speziell die Terebratulina erreichen eine beachtliche Größe bis zu 6 cm.

Porifera
Schwämme sind im Campan sehr häufig und in vielen Arten anzutreffen und Ihr körperliches Erscheinungsbild zeigt eine unüberschaubare Vielfalt an Varietäten. Von kleinen Kugelschwämmchen bis hin zu unterarmlangen dicken oder
scheibenförmig großen Schwämmen sind alle Zwischenstufen denkbar. Im Campan haben Schwämme (nebst Korallen) ihre Blütezeit in der Oberkreide. Leider sind die Schwämme selten völlig komplett erhalten, aber auch Bruchstücke
zeigen die enorme Variationsbreite und sind als Sammelobjekt sehr interessant, zumal hier noch echte Neuheiten zu entdecken sind.

Und noch vieles Mehr...

Quelle Dr. Säbele - Paläontologischer Verein Hannover